
... das wäre doch einmal wieder etwas. In den 60iger und 70iger Jahren ein sonntägliches Muss, dann lange nicht mehr auf dem Tisch. In den letzten 2 Jahren jedoch wieder entdeckt, nicht übertrieben, jedoch alle paar Monate ein kleines Festessen, für uns mitten in der Woche. Denn sonntags, da wird morgens gelaufen. Und ein Braten braucht Zeit.
Im Hoch-, Frühbeet wächst immer noch Eichblattsalat, im Keller reifen immer noch Tomaten nach. Wer sich für das Hochbeet mit Deckel interessiert, der Deckel sollte natürlich bei diesen Temperaturen geschlossen sein, nur ab und zu lüften.
Für den Braten habe ich ca. 900 g gefüllten Schweinebraten gekauft, sowie 600 g Rinderbraten, ein Rippchen, das ich 2x habe durchhacken lassen. Dies alles reicht gut für 4 Personen. Das Fleisch wird kurz gewaschen, trocken getupft, mit Salz und Pfeffer gut eingerieben, in die Bratenraine gelegt. Meine Mutter gab immer ordentlich Butter dazu, das mache ich nicht. Ich habe 2 große Karotten in mundgerechte Stücke geschnitten, ebenso 1 grüne Paprika (die ich später dazulege), 2 große Zwiebeln, 2 Lauch, 4 meiner größeren Tomaten, alles in großzügige Stücke geschnitten. Das Gemüse verteile ich in der Bratenraine, stelle den Backofen auf 180 - 200°, nach einer Viertelstunde gieße ich einen viertel Liter Gemüsebrühe an. Das Fleisch wird immer wieder gewendet und begossen, das Gemüse zieht ebenfalls Wasser. Darauf achten, dass das Gemüse gut in der Flüssigkeit liegt, ansonsten etwas Wasser angießen. Den Paprika gebe ich erst nach ca. 1 1/2 Stunden dazu. Das Fleisch kann in aller Ruhe in ca. 2 - 2 1/2 Stunden vor sich hin brutzeln, eher bei 180°, dann bleibt es schön saftig und trocknet nicht aus.
Kartoffelknödel- oder klöße gibt es dazu. Sowie einen gemischten Salat. Für mich ist es nicht nötig die Soße anzudicken, das geschmorte Gemüse wird ebenfalls mit der Soße gereicht. Der Geschmack ist unvergleichlich und die Soße ist nicht fett.
Müsst ihr auch einmal wieder probieren!